Psychotherapie
Was versteht man unter Psychotherapie?
Der Begriff „Psychotherapie“ steht für eine Reihe von Verfahren, Methoden und Techniken, psychische Störungen zu behandeln. Unter einer psychi-schen Störung versteht man Erkrankungen, für die keine körperliche Verursachung nachweisbar ist. Selbstverständlich kann Psychotherapie auch bei körperlich verursachter Symptomatik bzw. Problematik indiziert sein.
Noch vor wenigen Jahren hätte eine weitgehend akzeptierte Antwort auf diese Frage in der Auflistung von „Therapieschulen“ bestanden, die unter-schiedliche Vorstellungen davon haben, wie psychische Störungen entstehen, aufrecht erhalten werden, wie Psychotherapie wirkt, auf welchen Grund-lagen sie beruht. Die Sicht auf den Menschen war, je nach „Schule“, eine andere. In der konkreten Behandlung wurden primär schulenspezifische Techniken und Vorgehensweisen angewandt.
Heute geht man von integrativen Ansätzen aus, die sich an modernen Vorstellungen über den Menschen und den Erkenntnissen der aktuellen Psycho-therapieforschung orientieren. Ein Beispiel hierfür stellt die sogenannte Allgemeine Psychotherapie dar. Hier wird davon ausgegangen, dass allen Menschen eine Reihe grundlegender Bedürfnisse gemein ist, die sie zu befriedigen versuchen, um, in der Summe, ein hinreichend befriedigendes Leben zu gestalten. Wir können z.B. an die wohl allen Menschen eigenen Annäherungsbedürfnisse nach Geborgenheit, Kontakt zu anderen Menschen, Schutz, Selbstwerterhalt denken, oder an Bedürfnisse wie die nach Vermeidung von Hilflosigkeit, Schmerz, Scham. Im Laufe ihres Lebens lernen die meisten Menschen, ihre Grundbedürfnisse adäquat zu befriedigen. Wenn sich äußere Bedingungen oder wir Menschen selber uns verändern, so „passt“ unsere bisherige Art und Weise der Bedürfnisbefriedigung möglicherweise nicht mehr in zu diesen veränderten Bedingungen.
Es taucht das auf, was wir umgangssprachlich als „Problem/e“ bezeichnen. Menschen sind „Gewohnheitstiere“, unsere Arten und Weisen der Bedürfnisbefriedigung stellen hoch automatisierte Muster bzw. Schemata dar, sind uns i.d.R. nicht bewusst. In einer Psychotherapie wird nun versucht, dysfunktionale (nicht mehr der Bedürfnisbefriedigung dienliche) Schemata zu identifizieren und zu modifizieren. Wesentliche Faktoren, die zu erwünschten Veränderungen beitragen können sind z.B. eine positive therapeutische Beziehung, die Aktivierung von individuellen Stärken und Ressourcen, die Klärung von Zielen, die konkrete Problembewältigung.
Psychotherapeutische Konzepte und Vorgehensweisen lassen sich natürlich nicht nur bei krankheitswertigen Störungen, sondern auch in anderen Anwendungsfeldern (Beratung, Coaching, Supervision, Selbsterfahrung, …) anwenden.
Psychotherapie kann im Einzelsetting, in der Gruppe, mit Familien stattfinden.
Psychotherapie krankheitswertiger Störungen
„Krankheit-Störung“, Was meint: Störung, Krankheit, krankheitswertig, … Traditio-nell,
Verhaltenstherapie und „Dritte-Welle“-Verfahren,
VT klassisch, Veränderungen (</= 5), „Dritte Welle Verfahren“
Systemische Therapie
Hypnotherapie
Psychotherapeutische Konzepte in unterschiedlichen Settings und Anwendungsfeldern

